0221 –986 568 24 | 0211 - 975 333 70

Rechtsfragen? Rufen Sie an:

0221 –986 568 24

Arbeitsrecht: Arbeit & Recht gehören in der Kanzlei Zimmermann in Köln & Düsseldorf untrennbar zusammen

Wenn Menschen miteinander arbeiten, kommt es häufig zu Auseinandersetzungen, die eines rechtlichen Beistands bedürfen. Nicht immer geht es gleich um ein gerichtliches Verfahren. Vielmehr gibt es eine Vielzahl von Problemen, die sich mithilfe juristischer Beratung außergerichtlich klären lassen. Neben der Vertretung in Kündigungsschutzprozessen liegt daher ein besonderer Tätigkeitsschwerpunkt meiner Kölner Kanzlei in der Beratung, z.B. wenn es um Aufnahme, Beendigung und Abwicklung von Dienst- und Arbeitsverträgen geht.

Warum ist das Arbeitsrecht ein besonderes Rechtsgebiet?

Das Arbeitsrecht zeichnet sich durch einige Besonderheiten aus. Dazu gehört, dass dem Mandanten mit der gerichtlichen Durchsetzung seiner Rechte oft nicht gedient ist. Er wünscht vielmehr praktikable Lösungen, die der beruflichen Zukunft neue Perspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten eröffnen.

Arbeitgeber haben ein Interesse daran, Probleme mit Mitarbeitern mithilfe arbeitsrechtlicher Maßnahmen zu lösen. Für langjährige Mitarbeiter wünschen sie sich auch eine Win-Win-Situation, von der beide Seiten profitieren. Es gilt also, unterschiedliche Interessen, ggf. in Zusammenarbeit mit Betriebsräten, zu eruieren. In der Folge müssen diese mit den rechtlichen Möglichkeiten abgeglichen werden, um ein tragfähiges Ergebnis zu finden. Notfalls wird dieses mit allen Mitteln durchgesetzt.

Häufige Streitpunkte:

  • Freistellung
  • Arbeitsvertragsgestaltung
  • Weihnachtsgeld
  • Sondergratifikation
  • Ausschlussfrist
  • Dienstwagen
  • Mobbing am Arbeitsplatz
  • Insolvenzausfallgeld

Viele arbeitsrechtliche Auseinandersetzungen lassen sich vermeiden, wenn bereits in den Arbeitsverträgen die unterschiedlichen Interessen berücksichtigt werden. Auch dabei stehe ich Ihnen in meiner Kanzlei in Köln und Düsseldorf beratend zur Seite.

Mann vor Gesetzesbuch in Köln

Das sollten Sie zum Thema betriebliche Altersversorgung wissen:

Inwiefern Sie von Ihrem Arbeitgeber im Rahmen Ihrer Altersvorsorge, zusätzlich zu den Arbeitgeberanteilen zur gesetzlichen Rentenversicherung, unterstützt werden müssen, steht im Gesetz zur Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung (Betriebsrentengesetz/BetrAVG). Vor allem § 1a BetrAVG gibt Aufschluss: Arbeitnehmer haben einen gesetzlichen Anspruch auf betriebliche Altersversorgung durch Entgeltumwandlung. Jeder Arbeitnehmer kann demnach Teile seines Gehalts oder Sonderzahlungen (z.B. Weihnachts- oder Urlaubsgeld) in Beiträge zu einer betrieblichen Altersversorgung (bAV) umwandeln und sich somit eine Zusatzrente aufbauen. Dieser Anspruch besteht für alle in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversicherten Arbeitnehmer bis zu einer Höhe von 4 % der Beitragsbemessungsgrenze (West) der gesetzlichen Rentenversicherung.

Allerdings kann der Arbeitgeber selbst entscheiden, welche Anlageform bzw. welchen Durchführungsweg (z.B. Pensionsfonds, Pensionskasse oder Direktversicherung) er dem Arbeitnehmer anbietet. Wenn der Arbeitgeber von sich aus keinen Durchführungsweg anbietet, kann der Arbeitnehmer die Entgeltumwandlung über eine Direktversicherung verlangen. Eine Versorgung über eine Pensionszusage oder Unterstützungskasse ist nur im Einvernehmen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer möglich. Welcher Durchführungsweg für die betriebliche Altersversorgung in einem Betrieb bzw. Unternehmen genutzt wird, legen Arbeitgeber und Arbeitnehmer einzelvertraglich, betrieblich oder tariflich fest.

Die Beiträge zu einer betrieblichen Altersversorgung erbringt der Arbeitnehmer allein oder zusammen mit dem Arbeitgeber. Eine Verpflichtung zur finanziellen Beteiligung durch den Arbeitgeber besteht nicht.

Tipp: Anspruch auf Entgeltumwandlung haben seit dem 1. Januar 2013 auch geringfügig Beschäftigte, da Sie ebenfalls in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind. Ist die Versicherungspflicht nicht gewollt, kann sich der Arbeitnehmer schriftlich von ihr befreien lassen.

Interessenbündelung durch Tarifvorrang

Der Anspruch auf Entgeltumwandlung ist dem Tarifvorrang untergeordnet. Das bedeutet: Mitglieder einer Gewerkschaft oder Beschäftigte, für die ein Tarifvertrag gilt, können ihren Anspruch auf Entgeltumwandlung nur geltend machen, wenn der Tarifvertrag dies zulässt, d.h. eine sogenannte Tarif-Öffnungsklausel enthält. Dies gilt allerdings nur für das tarifliche Gehalt, nicht für über- und außertarifliches Entgelt.

Durch den Tarifvorrang wird die betriebliche Altersversorgung für ganze Branchen flächendeckend gebündelt und Betriebe von Einzelvereinbarungen entlastet. Wenn Sie wissen möchten, ob für Ihre Branche bereits ein Tarifvertrag zur betrieblichen Altersversorgung besteht, erhalten Sie unter http://www.ihre-vorsorge.de Auskunft. Dieser Service der Regionalträger der Deutschen Rentenversicherung und der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See enthält eine Aufstellung aller seit 2001 geschlossenen Tarifverträge zur betrieblichen Altersversorgung (siehe unter dem angegebenen Link: „Altersvorsorge – betriebliche Altersversorgung – Service“).

Entscheidende Vorteile durch betriebliche Altersversorgung

Was die wenigsten Arbeitnehmer wissen: Die Entgeltumwandlung wird aus dem Bruttoeinkommen finanziert, sodass Arbeitnehmer von besonderen Steuervorteilen und Ersparnissen bei der Sozialversicherung profitieren. Im Fall von Arbeitslosigkeit ist die betriebliche Altersversorgung sogar vor einer Anrechnung im Sinne der Hartz-IV-Gesetze geschützt. Für Arbeitgeber ist die betriebliche Altersversorgung ein flexibles und kostengünstiges Instrument, um die Zukunft ihrer Mitarbeiter zu sichern und den gesetzlichen Anspruch auf Entgeltumwandlung zu erfüllen. Gleichzeitig werden Lohnnebenkosten eingespart.

Weitere Vorteile für Arbeitgeber:

  • Mitarbeiterbindung
  • Mitarbeitermotivation
  • Imagebildung
  • Ggf. kein Ausweis in der Bilanz nötig

Weitere Vorteile für Arbeitnehmer:

  • Absicherung im Alter
  • Steuer- & sozialversicherungsfreie Beiträge möglich
  • Weitere Versicherungen können eingebunden werden