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Das sollten Sie zum Thema betriebliche Altersversorgung wissen:

Inwiefern Sie von Ihrem Arbeitgeber im Rahmen Ihrer Altersvorsorge, zusätzlich zu den Arbeitgeberanteilen zur gesetzlichen Rentenversicherung, unterstützt werden müssen, steht im Gesetz zur Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung (Betriebsrentengesetz/BetrAVG). Vor allem § 1a BetrAVG gibt Aufschluss: Arbeitnehmer haben einen gesetzlichen Anspruch auf betriebliche Altersversorgung durch Entgeltumwandlung. Jeder Arbeitnehmer kann demnach Teile seines Gehalts oder Sonderzahlungen (z.B. Weihnachts- oder Urlaubsgeld) in Beiträge zu einer betrieblichen Altersversorgung (bAV) umwandeln und sich somit eine Zusatzrente aufbauen. Dieser Anspruch besteht für alle in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversicherten Arbeitnehmer bis zu einer Höhe von 4 % der Beitragsbemessungsgrenze (West) der gesetzlichen Rentenversicherung.

Allerdings kann der Arbeitgeber selbst entscheiden, welche Anlageform bzw. welchen Durchführungsweg (z.B. Pensionsfonds, Pensionskasse oder Direktversicherung) er dem Arbeitnehmer anbietet. Wenn der Arbeitgeber von sich aus keinen Durchführungsweg anbietet, kann der Arbeitnehmer die Entgeltumwandlung über eine Direktversicherung verlangen. Eine Versorgung über eine Pensionszusage oder Unterstützungskasse ist nur im Einvernehmen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer möglich. Welcher Durchführungsweg für die betriebliche Altersversorgung in einem Betrieb bzw. Unternehmen genutzt wird, legen Arbeitgeber und Arbeitnehmer einzelvertraglich, betrieblich oder tariflich fest.

Die Beiträge zu einer betrieblichen Altersversorgung erbringt der Arbeitnehmer allein oder zusammen mit dem Arbeitgeber. Eine Verpflichtung zur finanziellen Beteiligung durch den Arbeitgeber besteht nicht.

Tipp: Anspruch auf Entgeltumwandlung haben seit dem 1. Januar 2013 auch geringfügig Beschäftigte, da Sie ebenfalls in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind. Ist die Versicherungspflicht nicht gewollt, kann sich der Arbeitnehmer schriftlich von ihr befreien lassen.

Der Anspruch auf Entgeltumwandlung ist dem Tarifvorrang untergeordnet. Das bedeutet: Mitglieder einer Gewerkschaft oder Beschäftigte, für die ein Tarifvertrag gilt, können ihren Anspruch auf Entgeltumwandlung nur geltend machen, wenn der Tarifvertrag dies zulässt, d.h. eine sogenannte Tarif-Öffnungsklausel enthält. Dies gilt allerdings nur für das tarifliche Gehalt, nicht für über- und außertarifliches Entgelt.

Durch den Tarifvorrang wird die betriebliche Altersversorgung für ganze Branchen flächendeckend gebündelt und Betriebe von Einzelvereinbarungen entlastet. Wenn Sie wissen möchten, ob für Ihre Branche bereits ein Tarifvertrag zur betrieblichen Altersversorgung besteht, erhalten Sie unter http://www.ihre-vorsorge.de Auskunft. Dieser Service der Regionalträger der Deutschen Rentenversicherung und der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See enthält eine Aufstellung aller seit 2001 geschlossenen Tarifverträge zur betrieblichen Altersversorgung (siehe unter dem angegebenen Link: „Altersvorsorge – betriebliche Altersversorgung – Service“).

Was die wenigsten Arbeitnehmer wissen: Die Entgeltumwandlung wird aus dem Bruttoeinkommen finanziert, sodass Arbeitnehmer von besonderen Steuervorteilen und Ersparnissen bei der Sozialversicherung profitieren. Im Fall von Arbeitslosigkeit ist die betriebliche Altersversorgung sogar vor einer Anrechnung im Sinne der Hartz-IV-Gesetze geschützt. Für Arbeitgeber ist die betriebliche Altersversorgung ein flexibles und kostengünstiges Instrument, um die Zukunft ihrer Mitarbeiter zu sichern und den gesetzlichen Anspruch auf Entgeltumwandlung zu erfüllen. Gleichzeitig werden Lohnnebenkosten eingespart.

Weitere Vorteile für Arbeitgeber:

  • Mitarbeiterbindung
  • Mitarbeitermotivation
  • Imagebildung
  • Ggf. kein Ausweis in der Bilanz nötig

Weitere Vorteile für Arbeitnehmer:

  • Absicherung im Alter
  • Steuer- & sozialversicherungsfreie Beiträge möglich
  • Weitere Versicherungen können eingebunden werden

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