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Teilzeitbeschäftigung – Kanzlei Zimmermann Düsseldorf

Jeder Betrieb hat eine Summe an wöchentlichen Arbeitsstunden definiert, die notwendig sind, um alle Aufgaben abzudecken. Auf dieser Grundlage wird auch die Vollzeit von der Teilzeit abgegrenzt. Laut eines Urteils des Bundesarbeitsgerichts liegt die maximale Wochenarbeitszeit in Vollzeit bei 40 Stunden pro Woche.

Sollte in einem Arbeitsverhältnis nur eine Stunde weniger als sonst im Betrieb üblich vereinbart sein, gilt die Beschäftigung als Teilzeit. Falls Sie als Arbeitnehmer Ihre Arbeitszeit pro Woche reduzieren möchten, ist eine Einigung mit Ihrem Vorgesetzten notwendig. Ich unterstütze Sie dabei, diese Einigung zu erreichen.

Rechtliche Grundlage für die Teilzeitbeschäftigung

Der Arbeitgeber hat laut Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) zu prüfen, ob sein Betrieb Teilzeitstellen anbieten kann. Falls ja, muss er sich um eine Besetzung dieser bemühen. Eignen sich Vollzeit-Arbeitsplätze auch für die Aufteilung in Teilzeit – für das sogenannte Jobsharing –, muss dem potenziellen Arbeitnehmer diese Variante ebenfalls angeboten werden.

Wenn Sie Ihrem Arbeitgeber mitteilen, dass Sie Ihre Wochenarbeitszeit verkürzen möchten, ist dieser dazu verpflichtet, Sie über verfügbare Teilzeitstellen zu informieren. Laut § 8 Absatz 1 des TzBfG haben Sie als Vollzeitangestellter das Recht, eine solche Verkürzung der wöchentlichen Arbeitsstunden zu beantragen, wenn Sie bereits seit mindestens sechs Monaten im Unternehmen angestellt sind. Sie haben auch als Teilzeitangestellter das Recht, an Weiterbildungsmaßnahmen teilzunehmen. Das Recht gilt ebenfalls für befristete Arbeitsverhältnisse.

So machen Sie als Arbeitnehmer von Ihrem Recht auf Teilzeit Gebrauch

Zu Beginn gilt es zu prüfen, ob Sie einen rechtlichen Anspruch auf die Reduzierung Ihrer Arbeitszeit besitzen. Dieser ist gegeben, wenn folgende Punkte erfüllt sind:

  • Ihr Arbeitsverhältnis besteht seit mindestens 6 Monaten.
  • In Ihrem Unternehmen arbeiten mehr als 15 Angestellte.
  • Sie haben in den letzten 2 Jahren keinen Antrag auf Verringerung gestellt.
  • Betriebliche Gründe stehen der Umsetzung nicht im Weg.

Teilen Sie Ihrem Arbeitgeber schriftlich mit, dass Sie sich eine Teilzeitbeschäftigung wünschen. In Ihrem Antrag sollten folgende Fragen beantwortet werden:

  • Wie soll die Verteilung Ihrer Arbeitszeit aussehen?
  • Wie viele Arbeitsstunden möchten Sie leisten?
  • Wann soll die Umstellung passieren soll?

Bezüglich der Verteilung haben Sie klassischerweise z.B. die Möglichkeit, nur 20 oder 30% der üblichen Wochenstunden zu leisten. Ebenfalls ist etwa eine 3-, 4- oder 5-Tagewoche denkbar. Berücksichtigen Sie bezüglich der letzten Frage, dass der Zeitpunkt mindestens drei Monate in der Zukunft liegen muss. Die Angabe eines Grundes ist keine Pflicht, dennoch wäre dies sinnvoll.

Was tun, wenn der Antrag abgelehnt wird?

Lehnt der Arbeitgeber Ihren Antrag auf Reduzierung der Arbeitszeit ab, muss er laut Gesetz nachvollziehbare betriebliche Gründe nennen. Liegen diese Ihrer Meinung nach nicht vor, nehmen Sie mit einem Anwalt Kontakt auf. Ihr Anspruch auf Teilzeit kann eingeklagt werden. Gerne berate ich Sie zu den Erfolgschancen in Ihrem Fall in meiner Kanzlei in Düsseldorf.

Sie haben weitere Fragen zu arbeitsrechtlichen Themen?

Sie möchten eine Teilzeitbeschäftigung einklagen? Ich unterstütze Sie dabei!

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